sinesolesileo@hotmail.es

Tel: (+34) 606 401 408

Bei der Beurteilung eines Weines ist nicht unbedingt die Rebsorte das entscheidende Kriterium. Man unterscheidet das Primäraroma der Traubensorte vom Sekundäraroma, welches vom Bodentyp abhängt, auf dem der Rebstock wuchs. Oft ist es nicht die Wahl der Zutaten, die beeinflusst, wie der Wein schmeckt, sondern vielmehr sind es oft die Umstände, unter denen, und der Ort, an dem die Rebe angebaut wird, ebenso wie die mikroklimatischen Bedingungen in der jeweiligen Lage des Weinbergs und die Zusammensetzung des Bodens, die diese Weinpflanze versorgt.


In Son Alegre kultivieren wir Reben auf 15 Hektar Land an zwei Standorten, einem nahe Santanyí im der Gegend zwischen Son Danus und Ses Angoixes, der andere in der Zone von Can Taconer bei Calonge. Beide Weinberge profitieren von einem mäßigenden Einfluss auf das Klima durch die nahegelegene Serra de Llevant, als auch von den thermischen Bedingungen des Mittelmeers, dessen Küste im Süd-Osten nur 7 km und im Westen knapp 12 km entfernt liegt.

Die besonderen meteorologischen Bedingungen unserer Weinfelder bedeuten zum Einen, dass die durchschnittlichen Tagestemperaturen hier um ein bis zwei Grad Celsius niedriger liegen als in vergleichbaren Gegenden weiter im Landesinneren. Dies ist bedingt durch das Einströmen von kühlerer Luft, die vom Meer kommend bei uns auf vom wärmeren Festland angewärmte Luft trifft, weshalb man während der heißen Nachmittagsstunden des Sommers hier stets auf eine frische Luftströmung treffen wird.

 

 

 

 



Ein weiterer Aspekt der gemeinsamen Beschaffenheit an unseren beiden Standorten ist der Bodentypus Cal Vermell, die geologische Formation eines Ton-Lehm-Bodens, der viel Eisenoxid und Kalk enthält. Unser Boden enthält auch viele kleine Steinbrocken, durch die sich die vorhandene Feuchtigkeit ein bisschen länger halten kann als in einem Bodentyp von anderer Beschaffenheit.

Der Weinanbau ist für uns die Gelegenheit, unsere fortwährende Begeisterung für die wunderbare Komplexität der Natur zu kultivieren. Wir verwenden vor allem klassische Methoden des Weinanbaus und der Önologie, ernten nur per Hand, pressen die Trauben auf traditionelle Weise, gären unter Verwendung einheimischer Naturhefen, und sorgen für die Alterung des Weins in speziellen Eichenfässern aus Frankreich.

 

Unser Land

Unser Boden

Unser Biowein aus Santanyí wird mit Hilfe der Natur hergestellt.

Unser Biowein aus Santanyí wird mit Hilfe der Natur hergestellt.

Son Alegre Biowein ist das Ergebnis der Liebe zu unserem Land.

Son Alegre Vinya

Unser Bio-Wein aus Santanyí wird mit Hilfe der Natur hergestellt.

Alles hängt vom Lauf der Dinge ab, von den Gesetzen der Natur und vom ewigen Kreislauf der Elemente.

 

Der Mondkalender ist für Son Alegre ein wesentliches Kriterium für die Pflege unseres Bodens. Ein Natur-basierter Ansatz für die Landwirtschaft mag zwar gelegentlich zu Ernten mit einem geringeren Ertrag führen, kann dafür aber eine bessere Qualität und einen besseren Bio-Wein möglich machen. Wir haben schon immer den Mondkalender befolgt und die Mondphasen beachtet, so wie das schon unsere Vorfahren getan haben, wenn es um die Beschneidung ihrer Obstbäume, das Pfropfen von Pflaumen auf Mandelbäume, das Pflanzen von Bäumen, das Aussäen der Saat, das Einbringen der Weinernte, die Begattung von Säuen, Schafen oder Stuten ging, oder selbst darum, sich ihr Haar schneiden zu lassen. Man könnte sogar sagen, dass das traditionelle Leben der mallorquinischen Bauern stets mehr durch den Mond als durch die Sonne bestimmt wurde.

 

Wir von Son Alegre haben uns dafür entschieden, zu diesen bewährten Traditionen zurückkehren. Deshalb betreiben wir an den Phasen des Mondes orientierte Landwirtschaft, richten uns nach der Konstellation der Planeten und Sternen und dem Wesen des Wetters, sowie der Dynamik des Biorhythmus im Sinne von Rudolf Steiners Betrachtungsweise der Natur und des Einflusses des Mondes und der Elemente.

 

Die Zyklen des Mondes

 

Die Weinlese folgt traditionsgemäß den Phasen des Mondes. Zum Beispiel ist die Zeit zwischen dem Neumond und Vollmond im Januar die Zeit, zu der die Vorjahres-Triebe zurückgeschnitten werden. Unsere Vendimia (die Weinlese) beginnt in der Regel mit dem Neumond im August, zumindest für die weißen Trauben. Seit Beginn unserer Aktivitäten auf Son Alegre haben wir uns am Mondkalender orientiert und sind bisher mit guten Ergebnissen belohnt worden. Die Ernte mag nicht jedes Jahr perfekt gewesen sein, aber sie war stets im Einklang mit unserem Land.

 

Wir sind stolz auf unsere Arbeit und wir sind dem Mond dankbar, danken der Natur im Allgemeinen, sowie unseren vielen Helfer, wie z. B. den einheimischen Wildblumen und der Tierwelt auf unserem Land. Ihnen allen sind wir aufrichtig dankbar.

 

Die Mondphasen

1/6

 Rudolf Steiner.

Was ist biologisch-dynamische Landwirtschaft?

 

…. So kann man, wenn man hineinschaut in dasjenige, was auf den verschiedensten Gebieten Naturwirkungen sind, tatsächlich das Wachstum, und wir werden später sehen, auch das tierische Wachstum, die tierischen Normalitäten und Anormalitäten, in seine Hand bekommen. Und das ist eigentlich erst wirkliche Wissenschaft. Denn ausprobieren die Dinge, so wie man es heute macht, ist ja keine Wissenschaft, ist ja nur eine Notierung von einzelnen Dingen, von einzelnen Fakten, ist keine Wissenschaft. 

 

Wirkliche Wissenschaft entsteht erst dann, wenn man die Wirkungskräfte in die Hand bekommt. Nun sind aber tatsächlich die Pflanzen, die Tiere, die da leben, auch alle Parasiten in den Pflanzen, sie sind durch sich selber nicht zu begreifen. Und es war schon richtig, was ich in den ersten Stunden bereits zu Ihnen gesagt habe, als ich sagte, derjenige redet natürlich einen Unsinn, der die Magnetnadel betrachten will und für den Umstand, daß sie sich immer nach Norden bewegt, in der Magnetnadel selber die Ursache sieht. Das tut man nicht, man nimmt die ganze Erde, gibt der Tärde einen magnetischen Nordpol, einen magnetischen Südpol, und man muß zur Erklärung die ganze Erde zu Hilfe nehmen.

 

Geradeso, wie man bei der Magnetnadel die ganze Erde, um die Eigenschaften der Magnetnadel zu erklären, heranziehen muß, so muß man eben, wenn man an die Pflanzen kommt, nicht bloß auf das Pflanzliche, Tierische, Menschliche sehen, sondern man muß das ganze Universum zu Rate ziehen. Denn aus dem ganzen Universum ist all das Leben heraus, nicht bloß aus demjenigen, was die Erde uns überläßt. Die Natur ist ein Ganzes, von überall her wirken die Kräfte. Wer einen offenen Sinn hat für das offensichtliche Kräftewirken, der begreift die Natur. 

 

Was tut aber die Wissenschaft heute? Sie macht ein kleines Tellerchen, legt darauf ein Präparat, sondert sorgfältig alles ab und guckt da nun hinein. Man schließt von allen Seiten, was da hineinwirken könnte, ab. Man nennt es dann Mikroskop. Es ist ja das Gegenteil desjenigen, was man eigentlich tun soll, um solches Verständnis zu gewinnen für die Weiten. Man ist nicht mehr zufrieden, daß man sich im Zimmer abschließt; man schließt sich ab in dieser Röhre von der ganzen herrlichen Welt. Da darf nichts anderes bleiben, als dasjenige ist, was in das Objektiv hineinkommt. 

 

Dazu ist man nach und nach gekommen, mehr oder weniger überzugehen zum Mikroskop. Wenn wir aber den Weg finden werden zum Makrokosmos, dann wird man wieder von der Natur und mancherlei anderen Dingen etwas verstehen. 

 

[Rudolf Steiner, Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft.

Landwirtschaftlicher Kurs: Sechster Vortrag, Koberwitz, 14. Juni 1924, Gut Koberwitz (Koberwitz/Schlesien, heute Kobierzyce/Polen)]

 

Vinya Son Alegre in Santanyí (Mallorca) ist bestrebt, Methoden der natürlichen Landwirtschaft anzuwenden, wie sie von Masanobu Fukuoka (1913-2008) entwickelt und gefördert wurden. Dieser japanische Landwirt und Philosoph wurde für seine Methode der natürlichen Anbauweise bekannt und geehrt.

 

Fukuoka kam zu der Erkenntnis, dass die Natur perfekt ist, so wie sie ist. Probleme in der Natur entstehen nach seiner Auffassung nur dann, wenn der Mensch bestrebt ist, die Natur zu verbessern und in sie zum vordergründigen Nutzen des Menschen einzugreift. Er wurde zu einem Verfechter traditioneller Anbaumethoden vieler indigenen Völker, von Direktsaat, von Saatbomben, von Getreideanbau ohne Herbizide, von Landwirtschaft ohne Pflügen, und propagierte eine besondere Form der Landwirtschaft, die allgemein als 'natürliche Landwirtschaft' bezeichnet wird. Seine Felder und Gärten sind reich an Tierarten und Pflanzen und müssen weder gepflügt noch chemisch gedüngt werden.

 

Das Konzept des Japaners für die natürliche Landwirtschaft lautet: Die Natur ist in der Lage, sich selbst zu erhalten; sie bedarf menschlicher Eingriffe nicht.

 

Er fasste seine Erfahrungen zusammen in den vier Prinzipien der natürlichen Landwirtschaft.

 

Fukuoka beobachtete, dass der Boden imstande ist, sich selbst zu versorgen. Es besteht keine Notwendigkeit für die Menschen, das zu regeln, was Wurzeln, Würmer und Mikroorganismen besser tun können. Das Pflügen des Bodens verändert außerdem die natürliche Umwelt und fördert das Wachstum von Unkraut. Daher sei die erste Prinzip: kein Pflügen und kein Umgraben des Bodens.

 

Fukuoka erkannte, dass in der Natur, in die nicht eingegriffen wird, der Rhythmus von normalem Wachstum und anschliessender Verwesung von pflanzlichem und tierischem Leben den Boden ohne Hilfe des Menschen kompostiert. Eine Erschöpfung des Bodens tritt nur auf, wenn der ursprünglich vorkommende, natürliche Bewuchs verdrängt wird, um Nahrungspflanzen oder Gräsern Platz zu schaffen, die als Viehfutter gewünscht werden. Das Hinzufügen von chemischen Düngemitteln hilft zwar der Aussaat, nicht aber dem Boden, dessen Zusammensetzung sich weiter verschlechtert. Daher ist das zweite Prinzip Fukuokas: keine chemischen Dünger oder Kompost. Stattdessen empfiehlt er Bodendecker wie Klee und Alfalfa, die als natürliche Düngemittel wirken.

 

Unkraut ist der Feind des Bauern. Fukuoka beobachtete, dass sein Unkrautwuchs sich stark verringerte, sobald er das Pflügen reduzierte. Dies geschah deshalb, weil das Pflügen tiefliegenden Unkrautsamen zur Oberfläche brachte und diesem so eine Chance gab, zu keimen. Das Umgraben des Bodens ist deshalb nicht die Antwort auf Unkraut. Auch chemische Herbizide sind ungeeignet, weil sie das Gleichgewicht der Natur stören und Gifte im Boden und im Wasser hinterlassen. Es gibt eine viel einfachere Art und Weise. Unkraut muss nicht vollständig beseitigt werden; es kann erfolgreich unterdrückt werden durch das Bedecken des frisch gesäten Boden durch Stroh, sowie durch das Pflanzen von Bodendeckern. Fukuokas drittes Prinzip lautet: kein Pflügen und kein Umgraben, und keine Herbiziden.

 

Zu guter Letzt: wie soll man sich gegen Schädlingsbefall und Plagen wehren? Sobald Fukuokas Getreidefelder und Obstplantagen mehr und mehr einer natürlichen Umwelt glichen - in der mit der Verbreitung von Pflanzenarten alles wie in einem Durcheinander wuchs - so entstand auch ein natürlicher Lebensraum für Kleinsttiere. Fukuoka stellte fest, dass in solch einem Lebensraum ein Balanceakt der Natur stattfindet, der verhindert, dass eine Art die Oberhand über andere Arten gewinnt. Sich selbst überlassen, überleben in der Natur stets die widerstandsfähigeren Arten. Fukuokas viertes Prinzip ist: keine Abhängigkeit von chemischen Pflanzenschutzmitteln.

 

(Die Information über Vier Prinzipien der natürlichen Landwirtschaft wurde von der Website The One-Straw Revolution entliehen und kann dort im genaueren Detail nachgelesen werden, allerdings auf Englisch.)

Die vier Prinzipien der natürlichen Landwirtschaft, in Anlehnung an Masanobu Fukuoka