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Eine Landschaft ohne Bäume ist wie eine Pflanze ohne Blumen.

Mallorca hat eine langjährige Tradition der Weinerzeugung. Man sagt, dass die Römer vor zweitausend Jahren die ersten Weinreben mit sich nach Mallorca brachten, wie so viele andere Sachen auch.

 

In seiner Abhandlung Naturalis Historiæ (Naturgeschichte) äußerte sich Gaius Plinius Secundus (23-79 n. Chr.), besser bekannt als Plinius der Ältere, ausgiebig über die önologischen Bestrebungen auf Mallorca und die Kunst der Weinherstellung hier. Er erklärte ganz kategorisch, dass die Weine der Insel den besten Weinen Italiens, seiner Heimat, ebenbürtig waren.

 

Als König Jaume I. aus Aragon die Insel im Jahr 1229 eroberte, reichte Ben Abbad Berichten zufolge dem siegreichen König Trauben von ausgezeichneter Qualität.

 

In der Region von Santanyí wuchs Wein schon im 13. Jahrhundert. In den Jahren um 1880 wurden etwa 580 cuarteradas Land (ca. 420 Hektar) mit Reben bepflanzt. Leider vernichtete dann aber die Reblaus, ein heimtückisches Insekt, um etwa 1895-8 fast alle Weinberge Mallorcas, was auch für Santanyí verheerende Folgen hatte.

 

Auf Son Alegre wurden im Jahr 2004 neue Weinfelder angepflanzt und im Jahr 2008 produzierten wir unsere ersten Weine, die ab 2010 verkauft wurden. Unser Son Alegre Wein ist der erste Wein aus dem Gebiet um Santanyí in über einhundert Jahren.  

 

Die Tradition

Unsere Hochachtung der Natur belohnt uns stets mit einer wirklich guten Ernte,

die immer im Einklang mit dem Land ist.

'Sine Sole Sileo' ist ein lateinischer Spruch, im Sinne von 'Ohne die Sonne ist nur Schweigen'.
Ohne die Sonne gibt es kein Leben.

Unsere Urgroßeltern

Antoni Manresa und seine Frau Maria Capó waren unsere Urgroßeltern. Sie waren ganz normale, einfache Bauern. Sie praktizierten biologisch-organische Landwirtschaft, weil damals die Landwirtschaft überall auf Mallorca so betrieben wurde; es gab gar keine andere Verfahrensweise. Ihre Arbeit auf dem Lande wurde nach biodynamischen Prinzipien durchgeführt, weil das damals auf der Insel überall auf diese Weise gehandhabt wurde.

Landwirtschaft wurde im frühen neunzehnten Jahrhundert nach den Phasen des Mondes betrieben; das war in der damaligen Zeit generell die Lebensweise. Alle Bauern kultivierten ihr Land entsprechend der Gegebenheiten der Jahreszeiten und immer mit Respekt vor der Natur. Zu jener Zeit gab es für einen Landwirt gar keine andere Handlungsweise. Was damals normal und natürlich war, hat sich leider im Laufe der Zeit durch den sogenannten Fortschritt verändert und ging verloren, auch deshalb, weil die zunehmende Globalisierung das Gewinnstreben über die Nachhaltigkeit setzte.

 

Auf Son Alegre hat stets die Natur den Vorrang. Son Alegre wurde zuletzt als ein Milchviehbetrieb geführt. In den achtziger Jahren wurde das Anwesen an einen Investoren verkauft, der das fruchtbare Land in ein spekulatives Immobilienprojekt umwandeln wollte und schon entsprechende Anträge auf Baugenehmigungen für eine mittelgroße Urbanisierung gestellt hatte. Dank Miquel Manresa aus Calonge hat sich das Landgut seither in einen Hortus Organicum verwandelt, wo eine naturnahe Bewirtschaftung betrieben wird.

 

Seit wann betreiben Sie Son Alegre?

Ich kaufte Son Alegre etwa in 2002 von einem deutschen Besitzer, der dort eine Wohnanlage mit 20 Einfamilienhäusern schaffen wollte, was zum Glück aber nicht gut bei den Behörden ankam. Davor bestand hier eine Mandelplantage und in den 20 Jahren vorher wurde auf Son Alegre Milchvieh- und Schafzucht betrieben.

 

Was haben Sie dort angepflanzt?

Eine Landschaft ohne Bäume ist wie eine Pflanze ohne Blumen. Ich pflanzte zunächst einen Weinberg sowie Oliven- und Johannisbrot-Bäume. Ich wollte den Bäumen etwas Gutes tun und pflanzte sie deshalb in der traditionellen mallorquinischen Weise eines 8x8m Musters. Ich hatte die Vorstellung, einen kleinen Wald von Bäumen anzulegen, was schließlich dazu führen würde, daß das Land autark werden würde: das Erleben unseres Landgutes würde das widerspiegeln, was wir in uns bergen.

 

Waren Sie immer schon ein Landwirt?

Ich wurde in eine Bauernfamilie in Calonge (Santanyí) hineingeboren. Aber die ersten 16 Jahre meines Berufslebens habe ich im Tourismus gewirkt. Dann wurde mir klar, daß Geld nicht wirklich alles ist und daß ich mehr Lebensqualität für mich gewinnen wollte. Meine Idee ist, daß ich in der Zeit, die mir noch verbleibt, dazu beitragen kann, einen Raum zu schaffen, der positiv auf unsere Gesellschaft wirken kann.

 

Welche Art von Weingut haben Sie angelegt?

Bis jetzt habe ich 3 Hektar rote Trauben (Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Petit Verdot) angepflanzt, sowie einige weiße Trauben (Chardonnay und Malvasia). In naher Zukunft wollen wir Callet sowie einige andere einheimische Sorten anpflanzen. In diesem Jahr haben wir auch damit begonnen, unsere Weine von der Bodega Armero i Adrover in Felanitx keltern zu lassen.

 

Was haben Sie sonst noch gemacht?

Insgesamt ist unser Anwesen 51 Hektar groß, und wir wollen noch mehr Olivenbäume und  weitere Rebstöcke anpflanzen. Wir haben auch etwa 60 Schafe und ein Dutzend mallorquinischer Ziegen. Alles wird organisch und biologisch bestellt. Wir haben auch einen typischen Santanyí-Xeixa-Weizen ausgesät und etwas Gerste, sowie Hülsenfrüchte, die wir als unser eigenes biologisches Tierfutter verwenden.

 

Was machen Ihre Oliven und wie steht es um Ihr Olivenöl?

Unsere Oliven sind von der Arbequina-Sorte und ich habe damit begonnen, etwas Natives Olivenöl Extra zu produzieren. In diesem Jahr begann ich damit, das SILEO-Olivenöl einzuführen, unter einem Namen, der sich aus dem lateinischen Begriff Sine Sole Sileo ableitet. Das ist ein Motto, das wir auf unserer Sonnenuhr verwenden. Es bedeutet etwa soviel wie "Ohne die Sonne bin ich still." Ohne die Sonne gäbe es kein Leben.

 

War es einfach, dieses Produkt herzustellen?

Es ist sehr aufwendig und stellt wirklich eine Menge Arbeit dar, Olivenöl zu produzieren. Wir haben Olivenbäume auf 6 Hektar Land angepflanzt und haben in diesem Jahr 10.000 kg Oliven geerntet,

aber nicht mehr als 1100 Liter Öl gewonnen. Man muß sich ständig

entweder für das Volumen und die Menge, oder aber für die Qualität

entscheiden. Die Olivenernte muss stets zum optimalen Zeitpunkt

durchgeführt werden. Es kann sehr heiß hier auf Mallorca werden.

Die Oliven sind normalerweise Mitte Oktober reif, um geerntet zu

werden, aber dann ist die Olive ist noch zu wasserhaltig. Je später

die Ernte durchgeführt wird, desto besser ist die Ausbeute, doch

dann besteht die Gefahr von Oxidation und eines höheren

Säuregehalts. Wir haben versucht, ein Olivenöl mit niedrigem

Säuregehalt zu gewinnen, voller Aroma und mit einer hohen

Fruchtigkeit.

 

Hatten Sie irgendwelche Probleme mit einem Schädlingsbefall?  

Mallorca ist einer der Orte, an denen es wegen der Olivenfliege schwierig ist, den Olivenanbau biologisch zu betreiben. Wir haben versucht, die Olivenfliege mit Diammoniumhydrogenphosphat zu bekämpfen. Damit fingen wir ziemlich viele Fliegen. Während der Blütezeit haben wir Kaolin verwendet (ein weicher weißer Ton), was auch eine Wirkung auf die Fliege hatte.

In der Nacht waschen wir die Blätter mit einem Naturprodukt, und wenn die Fliege durch dieses verletzt wird, stirbt sie, aber schon am nächsten Tag hat das Produkt dann keine Wirkung mehr. Auf diese Weise versuchen wir, unser Ernte zu schützen, aber es ist wirklich eine Menge Arbeit.

 

Wohin, glauben Sie, wird sich die Landwirtschaft auf Mallorca entwickeln?

Mallorca ist wie ein großer Garten. Trotz allem ist Mallorca so etwas wie ein enormer Obstgarten. Unsere Hoteliers sollten das nicht vergessen, weil wir alle im selben Boot sitzen. Wenn dieser Garten nicht mehr existieren würde, gäbe es gar nichts mehr. Es wäre schön und wichtig, wenn ein Teil der durch den Tourismus gewonnenen Ressourcen in diesen Garten reinvestiert würde. Zu dem Zeitpunkt, zu dem unsere Agrarprodukte den Endverbraucher erreichen, verbleibt allzu oft kein Spielraum mehr für den Erzeuger. Die Bauern von Mallorca sind verschwunden, weil die Generation der Eltern wollten, daß ihre Kinder sich anderen Dingen widmen. Jetzt ist unser Agrarland menschenleer, und das erweist sich als falsch, und das wir müssen uns ändern.

 

Wie können wir all das ändern?

Jedes Jahr kommen 12 Millionen Menschen nach Mallorca und noch immer haben wir es nicht geschafft, ihnen unsere Mandeln zu verkaufen. Man könnte soviel anstellen mit den Mandeln, und natürlich auch mit der Johannisbrotfrucht. Wir haben nicht wirklich eine Wertvorstellung darüber, was wir haben und wo wir leben. Und wir sind umgeben von einem Garten. Wenn wir nur in einem Flugzeug sitzen könnten, um unsere Insel von oben zu sehen. Dann würden wir dieses Land bewundern und schätzen können. Der Tourismus muß sich mit der ländlichen Welt und deren Erzeugnissen zusammentun und verbinden. Das wäre die Lösung für die Landwirtschaft und um das Land wieder zu beleben.

 

Was halten Sie von Zuschüssen und Hilfen aus öffentlicher Hand?

In Ermangelung einer allgemeinen Rentabilität der landwirtschaftlichen Flächen würde eine gewisse Form der öffentlichen Finanzierung junge Menschen ermutigen, hier zu bleiben und das Land zu bearbeiten. So könnte dadurch eine wichtige Funktion erfüllt werden. Die Zukunft unseres Landes liegt in den Händen der jungen Menschen, und ein finanzieller Anreiz würde Junglandwirten einen gewissen Startvorteil geben.

 

(Der hier wiedergegebene Artikel stammt aus einem Interview mit unserem Miquel Manresa, das am 2. April 2011 von Mateu Morro für dbalears.cat gehalten wurde.)

Unser Wein ist das Ergebnis unserer Liebe zu unserem Land.

Die Natur hilft uns, einen besseren Wein zu machen.

Mallorca hat eine langjährige Tradition der Weinerzeugung. Man sagt, dass die Römer vor zweitausend Jahren die ersten Weinreben mit sich nach Mallorca brachten, wie so viele andere Sachen auch.

 

In seiner Abhandlung Naturalis Historiæ (Naturgeschichte) äußerte sich Gaius Plinius Secundus (23-79 n. Chr.), besser bekannt als Plinius der Ältere, ausgiebig über die önologischen Bestrebungen auf Mallorca und die Kunst der Weinherstellung hier. Er erklärte ganz kategorisch, dass die Weine der Insel den besten Weinen Italiens, seiner Heimat, ebenbürtig waren.

 

Als König Jaume I. aus Aragon die Insel im Jahr 1229 eroberte, reichte Ben Abbad Berichten zufolge dem siegreichen König Trauben von ausgezeichneter Qualität.

 

In der Region von Santanyí wuchs Wein schon im 13. Jahrhundert. In den Jahren um 1880 wurden etwa 580 cuarteradas Land (ca. 420 Hektar) mit Reben bepflanzt. Leider vernichtete dann aber die Reblaus, ein heimtückisches Insekt, um etwa 1895-8 fast alle Weinberge Mallorcas, was auch für Santanyí verheerende Folgen hatte.

 

Auf Son Alegre wurden im Jahr 2004 neue Weinfelder angepflanzt und im Jahr 2008 produzierten wir unsere ersten Weine, die ab 2010 verkauft wurden. Unser Son Alegre Wein ist der erste Wein aus dem Gebiet um Santanyí in über einhundert Jahren.  

Die Tradition

Our deep regard for nature rewards us with a truly beautiful harvest,

always true to the land.

Unsere Hochachtung der Natur belohnt uns stets mit einer wirklich guten Ernte,

die immer im Einklang mit dem Land ist.

'Sine Sole Sileo' ist ein lateinischer Spruch, im Sinne von 'Ohne die Sonne ist nur Schweigen'.
Ohne die Sonne gibt es kein Leben.

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Antoni Manresa und seine Frau Maria Capó waren unsere Urgroßeltern. Sie waren ganz normale, einfache Bauern. Sie praktizierten biologisch-organische Landwirtschaft, weil damals die Landwirtschaft überall auf Mallorca so betrieben wurde; es gab gar keine andere Verfahrensweise. Ihre Arbeit auf dem Lande wurde nach biodynamischen Prinzipien durchgeführt, weil das damals auf der Insel überall auf diese Weise gehandhabt wurde.

Landwirtschaft wurde im frühen neunzehnten Jahrhundert nach den Phasen des Mondes betrieben; das war in der damaligen Zeit generell die Lebensweise. Alle Bauern kultivierten ihr Land entsprechend der Gegebenheiten der Jahreszeiten und immer mit Respekt vor der Natur. Zu jener Zeit gab es für einen Landwirt gar keine andere Handlungsweise. Was damals normal und natürlich war, hat sich leider im Laufe der Zeit durch den sogenannten Fortschritt verändert und ging verloren, auch deshalb, weil die zunehmende Globalisierung das Gewinnstreben über die Nachhaltigkeit setzte.

Auf Son Alegre hat stets die Natur den Vorrang

 

Unsere Urgroßeltern